Referat "Menschen – in Stein gemeisselt. Eine neue archäologische Wechselausstellung zu neolithischen anthropomorphen Stelen im Landesmuseum Zürich"

Die menschenförmigen Stelen – je nach Forschungstradition auch Statuenmenhire oder Menhirstelen genannt – ermöglichen einen Einblick in die Symbolwelt und das Gedankengut der jungsteinzeitlichen Gemeinschaften des 4. und 3. vorchristlichen Jahrtausends. Sie berichten, wie sich die Menschen mit dem Übergang zur Sesshaftigkeit und der erstmaligen Nutzung von Metall zunehmend hierarchisch organisierten und neue Formen der Selbstdarstellung entwickelten.
Die Erforschung jungsteinzeitlicher Stelen beschäftigt die Fachkreise seit Jahrzenten und ist längst nicht abgeschlossen. Neufunde führen zu genaueren Datierungsansätzen und liefern Hinweise zur einstigen Aufstellung und Verwendung solcher Skulpturen, wie beispielsweise die Grabungen der letzten Jahre in Sitten im Kanton Wallis gezeigt haben. Naturwissenschaftliche Untersuchungen ermöglichen zudem den Nachweis von Farbresten in Form von Pigmenten, die in einigen Fällen aus entfernten Gegenden importiert werden mussten. Die Erschliessung der Ikonografie von Skulpturen und Felskunst sowie ihr überregionaler Vergleich ermöglichen es, Verbindungen zwischen den Stelen produzierenden Regionen des heutigen Europa zu ziehen. Der Vortrag der beiden Kuratoren der Ausstellung «Menschen. In Stein gemeisselt» im Landesmuseum Zürich legt den Schwerpunkt auf die neuesten Erkenntnisse in der Stelenforschung.

Achtung: Der üblich Raum steht nicht zur Verfügung. Der Raum ist im Hauptgebäude, Zugang über die Rämistrasse (Haupteingang der Uni), Etage E, Raum 21.
https://www.plaene.uzh.ch (Auf dem Stockwerkplan mit einer orangefarbenen 11 versehen.)
Wir weisen darauf hin, dass der Nachweis eines gültigen Covid-Zertifikats Pflicht ist.

oder per Zoom:
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Meeting-ID: 864 2994 3916
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Jacqueline Perifanakis und Luca Tori, Zürich

25.10.2021 – 18:30 Uhr

Hörsaal KOL-E-21, Universität Zürich Zentrum