ONLINE! Saba und das Hochland Äthiopiens vor 3000 Jahren – Forschungen des Deutschen Archäologischen Instituts zu den Kulturkontakten Südarabiens zum nördlichen Horn von Afrika

Im frühen 1. Jt. v. Chr. führt die Migration sabäischer Bevölkerungsgruppen aus der Region um Marib im heutigen Jemen zur Formierung einer komplexen Gesellschaft am nördlichen Horn von Afrika. Diese Entwicklung basiert auf einem bereits bestehenden Netzwerk älterer Kontakte, die weit in das 2. Jt. v. Chr. zurückreichen. Wirtschaftliche Interessen, der lukrative Handel etwa mit Gold, dem Vulkanglas Obsidian sowie Weihrauch waren vermutlich die Gründe für die Entstehung südarabischer Handelsniederlassungen auf der afrikanischen Seite des Roten Meeres. Dieses Gemeinwesen umfasst ein Gebiet, das vom eritreischen Hafen Adulis bis in den Süden der äthiopischen Provinz Tigray mit 20’000–23’000 km² ein Gebiet abdeckt, das etwa der Fläche der halben Schweiz entspricht. Das Kerngebiet von Saba um die Oase Marib zählt seit über 40 Jahren zu den Forschungsschwerpunkten der Aussenstelle Sanaa der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts. Der Vortrag gibt einen Überblick über die südarabische Kulturlandschaft Sabas und die möglichen Gründe für die Kulturkontakte nach Afrika und behandelt den Interaktionsprozess zwischen den nach Äthiopien eingewanderten Sabäern und der indigenen Bevölkerung.

Sonderprogramm «Die Welt zu Gast in Zürich»

Liebe Mitglieder des Zürcher Zirkels
Die Einschränkungen wegen Covid-19 betreffen nun auch wieder unsere Zirkel-Vorträge. Der Vortrag findet am kommenden Montag 12. April nicht an der Universität Zürich, sondern über Zoom statt. Wir freuen uns trotz den gegebenen Umständen auf eine grosse Zuhörerschaft.
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Iris Gerlach, Berlin

12.04.2021 – 18:30 Uhr

Online via Zoom