Die Stadt Zürich in römischer Zeit. Eine lang vergessene Kleinstadt und Zollstation zwischen Alpen und Rheinprovinzen

An Stelle der heutigen Altstadt von Zürich stand in römischer Zeit eine Kleinstadt, welche lange einer eingehenden wissenschaftlichen Auswertung harrte. Nachdem die spätkeltische Siedlung bereits monographisch vorliegt folgen nun die Ergebnisse der Aufarbeitung der römischen Befunde und Funde.

Turicum, wie der Name der Kleinstadt in römischer Zeit lautete, entwickelte sich im ersten nachchristlichen Jahrhundert aus dem keltischen Oppidum zu einer römischen Kleinstadt und erhielt den Status einer Zollstation. Ein markant gesunkener Wasserpegel führte in der Folge zu der grössten Ausdehnung Turicums im 2. Jahrhundert. Auf diese Blütezeit folgten die Unruhen des 3. Jahrhunderts und schliesslich der Bau des Kastells auf dem Lindenhof.

Archäologie in gewachsenen Städten stellt besondere Anforderungen an eine wissenschaftliche Auswertung. So muss mit wenigen Anhaltspunkten und kleinsten Ausschnitten gearbeitet werden, was jedoch nicht die Ergebnisse zu schmälern vermag. Das Zusammentragen vieler Kleinstergebnisse ermöglichte es Turicum, die ihm zustehende Stellung innerhalb der römischen Siedlungslandschaft zu geben.

Gemeinsamer Vortragsabend mit der Antiquarischen Gesellschaft Zürich

Annina Wyss Schildknecht, Bern/Augst

24.02.2020 – 18:30 Uhr

Hörsaal KO2-F-150 der Universität Zürich Zentrum (Eingang Karl Schmid-Strasse 4)