Wie kommen die Archäologen zu ihren Daten? - 2. Teil. Labor für Dendrochronologie Zürich

Die Dendrochronologie (griech. dendron = Baum, chronos = Zeit, logos = Lehre) ermöglicht die Datierung von Hölzern anhand ihrer Jahrringstruktur.

Das Labor für Dendrochronologie Zürich wurde 1969 als eines der weltweit ersten Labors für die Anwendung dieser Methode in der Archäologie gegründet. Inzwischen wurden weit über 40‘000 Holzproben gemessen und ein beachtliches Archiv von Proben, eine Art hölzernes Kulturarchiv, aufgebaut.

Die Mitarbeitenden des Labors beraten bei archäologischen und bauanalytischen Untersuchungen, bestimmen Holzarten von Objekten unterschiedlichster Herkunft und datieren Hölzer anhand der Jahrringe. Sie liefern der Archäologie und Denkmalpflege Erkenntnisse zur Baugeschichte, Siedlungsdynamik, Waldnutzung und Klimageschichte bis in prähistorische Zeiten.

Von Beginn an erfolgte eine intensive Zusammenarbeit mit der Zürcher Taucharchäologie. Die Inventarisation und Erforschung der «Pfahlbauten» an den Schweizer Seeufern bildet noch immer einen Schwerpunkt. Daneben konnten in zahlreichen Projekten im Bereich der Haus- und Geschichtsforschung viele exakte Daten zur Regionalgeschichte verschiedener Landschaften in der Nordostschweiz gewonnen werden.

Der erfahrene Dendrochronologe Niels Bleicher wird uns in einer stündigen Führung einen Einblick in die vielseitigen Aufgaben des Labors geben. Die Führung ist kostenlos und es ist keine Anmeldung nötig.

18:30 - 19:30 Uhr, Labor für Dendrochronologie Zürich, Unterwasserarchäologie, Seefeldstr. 317, Zürich

Dendrolabor


Niels Bleicher (Zürich).

12.02.2019 – 18:30 Uhr

Unterwasserarchäologie, Seefeldstr. 317, Zürich